Doppelhaus – Baukosten und Kosteneinsparung

Wenn Sie ein Haus bauen lassen, gibt es Dutzende von Möglichkeiten für welchen Haustypen Sie sich entscheiden könnten. Im Laufe der Zeit entwickelten sich zahlreiche Bautypen von Häusern. Dabei ist das Doppelhaus ein beliebter und weit verbreiteter Haustyp geworden und profitiert von vielen verschiedenen Vorteilen. Was das für Vorteile sind und was genau ein Doppelhaus überhaupt ausmacht, erfahren Sie hier.

Doppelhaus - Baukosten und Kosteneinsparung
(Symbolfoto: Von guteksk7 /Shutterstock.com)

Was ist ein Doppelhaus

Ein Doppelhaus wird klar durch seinen einzigartigen Aufbau charakterisiert: Zwei eigenständige Gebäude, welche sich in den meisten Fällen auf zwei benachbarten Grundstücken befinden, sind genau auf der Grundstücksgrenze durch eine dicke Wand getrennt. Diese Trennwand spielt eine entscheidende Rolle: Sollte sie schlecht gedämmt sein, würden beide Haushälften unter den Geräuschen des Nachbarn leiden, was den Wohnkomfort gering halten würde. Dies trifft aber meist nur auf ältere Doppelhäuser zu, da moderne Doppelhäuser eine stärkere Dämmkraft besitzen und somit einen ruhigeren Alltag in Ihrem zu Hause gewährleisten. Von außen unterscheidet sich dieser Haustyp jedoch nicht besonders von Ein- oder Zweifamilienhäusern. Eine Doppelhaushälfte kann auch mehrere Wohneinheiten beinhalten, in denen mehrere Familien leben können.

Warum in einem Doppelhaus leben

Diese beliebte Bauweise spart nicht nur Kosten für Bauland, Dämmung und Dach, sondern erfreut sich eines hohen Wiederverkaufswertes und niedrigen Energiekosten. Doppelhäuser stehen nicht in einem so beengten Raum, wie ein Reihenhaus. Sie bieten genug Platz und Freiraum. Es besteht sogar die Möglichkeit mit Familie oder Freunden zu bauen. Bei einem Doppelhaus sind die Bauherren direkte Nachbarn, wodurch sich die Kosten für das Grundstück und den Bau halbieren. Es eröffnen sich dadurch enorm viele, neue finanzielle Perspektiven. Eine attraktive Option, welche schon von vielen Bauherren angewandt wurde, ist das Vermieten der anderen Haushälfte.

Nachteile eines Doppelhauses

Da Sie sich das Haus mit Ihrem Nachbarn teilen, sollten die beiden Haushälften nach außen einen einheitlichen Eindruck machen, wodurch die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Außerdem müssen Sie sich, falls Sanierungsmaßnahmen nötig sind, mit dem Besitzer der anderen Hälfte absprechen und sich dessen Zustimmung einholen. Oft stellt auch die gemeinsame Trennwand ein Problem dar, wenn sie nicht eine gute Schallisolierung gewährleistet. In dem Fall können Geräusche durch Sägen, Hämmern, Bohren oder durch Hausmusik die Wand durchdringen und den Nachbarn stören. Allerdings ist selbst mit geeigneter Schallisolierung kein absoluter Schallschutz möglich. Wenn Sie Ruhe brauchen, sollten Sie Ihren Nachbarn mit Bedacht wählen.

Vorteile eines Doppelhauses

Bei vielen Doppelhäusern sind kleinere Grundstücke und eine effizientere Nutzung möglich, da jede Doppelhaushälfte nur an drei Seiten von Grund umgeben ist. Darüber hinaus ist vielen Bauherren nicht bewusst, dass ein Doppelhaus deutlich günstiger sein kann als ein frei stehendes Haus. Mehrere Faktoren spielen bei den Einsparungen gegenüber einem Einfamilienhaus eine wichtige Rolle. Ein Doppelhaus benötigt eine geringere Grundstücksgröße, beide Haushälften teilen sich ein Dach und zusätzlich entfällt eine Außenwand, in der keine Fenster angebracht werden müssen. Es wird eine schallgedämmte Innenwand, statt zwei Außenwände gebaut, welche jeweils mit einer Schall- und Wärmedämmung ausgestattet werden. Die gemeinsame Wand bedeutet dementsprechend eine erhebliche Einsparung an Baumaterial und Arbeitszeit. Eine für zwei Häuser vorgesehene Heizungsanlage kostet fast 20 Prozent mehr, was ein Ersparnis von bis zu 60 Prozent ermöglicht, weil sich das Doppelhaus die Heizungsanlage teilt. All diese Kosteneinsparungen sind natürlich nur hoch, wenn Sie sich keinen großen Garten hinter Ihrem Haus wünschen und die Bauplatzpreise niedrig sind. Insgesamt belaufen sich die Preisdifferenzen von einer Doppelhaushälfte und einem Einzelhaus auf eine mögliche Summe im vierstelligen bis fünfstelligen Bereich. Sollten Sie sich für diese Bauweise entscheiden, sparen Sie nicht nur Kosten für Bauland, Dämmung und Dach. Gleichzeitig sind die laufenden Energiekosten geringer und die Wiederverkaufspreise höher.