Druckverfahren für Aufkleber

Das Drucken von individuellen Aufklebern kann mit verschiedenen Druckverfahren durchgeführt werden. Hierfür können beispielsweise Outdoor-Aufkleber, Indoor-Aufkleber, Etiketten auf der Rolle, Aufkleber im Wunschformat, Aufkleber die online gestaltet werden oder auch extrem stark haftende Aufkleber bedruckt werden. Auch wieder ablösbare, hitze- und kältebeständige und Gel-Aufkleber bieten die Anbieter mit den frei Druckverfahren an.

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Symbolfoto: Von stickypedro /Shutterstock.com

1. Der Siebdruck

Beim Siebdruck wird mit einem Schablonen-Druckverfahren gearbeitet. Dabei können beim Siebdruck auch extrem detaillierte und freistehende Grafiken genau abgebildet werden. Durch das Sieb wird dies möglich. Beim Druckvorgang wird dann durch dieses Sieb mit der Rakel Farbe gepresst. Für die Produktion der Schablone selbst wird beim Siebdruck von Aufklebern ein Siebdruckrahmen benötigt. Außerdem braucht man eine Fotoemulsion und eine UV-Lichtquelle sowie die nötige grafische Vorlage für den Aufkleber. Diese Vorlage des Aufklebers wird dann auf Folie komplett schwarz gedruckt. Dann erfolgt die Ausbelichtung des Siebdruckrahmens und dabei wird die erstellte Motivvorlage des Aufklebers verwendet. Der fertige Siebdruckrahmen (belichtet) kann dann auf diverse verschiedene Aufkleber oder Etiketten angewendet werden. Das macht das Siebdruckverfahren vielfältig.

2. Der Offsetdruck

Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren, bei dem das jeweilige Druckbild des Aufklebers von der “Druckform” auf den Zylinder (mit Gummituch bespannt) exakt übertragen wird. Dort kommt er dann auf das jeweilige Papier bzw. Etikett. Mit dem Offsetdruck kann beim Drucken von individuellen Aufklebern eine hohe Qualität erwartet werden. Das Offsetdrucken ist ein Hauptdruckverfahren mit einer großen produktionstechnischen Reife. Es ist das am besten ausgereifteste Druckverfahren und der Begriff stammt vom Englischen “offset” und bedeutet “absetzen”. Das heißt, die Druckfarbe der Druckform der Druckplatte wird auf ein Drucktuch (Gummituch) und von dort auf die jeweilige Oberfläche des “Bedruckstoffs” übertragen. Das ist im Falle der individuellen Aufkleber das Etikett bzw. die Aufkleber-Papier-Fläche.

3. Der Digitaldruck

Beim Digitaldruckverfahren ist ein Verfahren gemeint, das ohne jeglichen Zwischenschritt (Druckformproduktion) beim Drucken von individuellen Aufklebern auskommt. Das Druckbild wird hier direkt vom PC auf den jeweiligen Drucker übertragen und dann werden die Aufkleber gedruckt. Der Laserdruck ist ein Verfahren, das auch viel in Büros und Druckereien bzw. Copyshops verwendet wird und hier den Digitaldruck quasi ersetzt. Innerhalb des Digitaldrucks gibt es kein Druckbild im üblichen Sinne. Das Druckbild des Aufklebers wird hier an eine lichtempfindliche Trommel gesendet und übertragen und dort entsteht ein Druckbild. Diese Trommel wird immer bei jedem Druck wieder genutzt, daher ist es keine Druckform im klassischen Sinne. Bei diesem Verfahren wird trockener Toner genutzt. Das ist ein sehr feines Pulver, das viele Ladungseigenschaften hat. In den gängigen Druckfarben Gelb, Cyan, Magenta und Schwarz sind diese erhältlich. Der Nachteil des Digitaldrucks beim Drucken von Aufklebern ist es, dass hier Veredelungen und Sonderfarben nur schwer durchgeführt werden können. Eine Rasterung, die im Offsetdruck möglich ist, gibt es beim Digitaldruck nicht. Das Druckbild wird in die vier Grundfarben Gelb, Schwarz, Cyan und Magenta aufgespaltet. Durch die verschiedenen Ladungsintensitäten können variable Dichten (Tonerauftrag) erzeugt werden beim Drucken der Aufkleber. Das sind dann die jeweiligen Tonwertabstufungen. Der einzelne Bildpunkt ist dabei durch die sehr hohe Rasterfrequenz und die äußerst kleinen Tonerpartikel für das menschliche Auge nicht sichtbar. Die Digitaldrucke bei individuellen Aufklebern (elektrografische Digitaldrucke) haben damit eine fast halbtonartige Fotoqualität.