Selber Stricken: Die richtige Wolle

Die Auswahl der richtigen Wolle ist beim Stricken dass A & O

Selber Stricken mit den richtigen Garnen
Foto: Iryna Imago/Bigstock

Es gibt Garne mit den verschiedensten Zusammensetzungen, Strukturen, Stärken, sowie auch massive Unterschiede bei der Qualität. Natürlich kommt es zu allererst darauf an, was man stricken möchte! Je nach Garn, wird das fertige Objekt dann wärmend, weich, eventuell kratzig, fein oder auch grob.

Strickgarne, die auch Wolle genannt werden, bestehen aus einem Zusammenschluss von Fasern. Sie sind laut Fachbegriff versponnen. Diese Wolle wird in Gruppen unterteilt, darum ist eine Probe, eine sogenannte Maschenprobe, immer sehr ratsam. In die Gruppen 0-6 werden unterteilt:

  • Kennzeichnung 0: Spitzengarn (bestens geeignet für Spitze)
  • Kennzeichnung 1: Extra feines Garn (Babykleidung und Babydecken, … )
  • Kennzeichnung 2: Feines Garn (für dünne Kleidung)
  • Kennzeichnung 3: Dünnes Garn (Anfängergarn, da geeignet für alle Projekte)
  • Kennzeichnung 4: Mittleres Garn (für dickere Kleidung)
  • Kennzeichnung 5: Dickes Garn (für sehr dicke Kleidung)
  • Kennzeichnung 6: Extra dickes Garn (für schwere Decken oder Teppiche oder ähnliches)

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Zum Beispiel: Schurwolle

Ihre warme und strapazierfähige Beschaffenheit, kann perfekt für Winterkleidung wie Jacken, Pullover, Hauben und Handschuhe verwendet werden. Manche Arten von Wolle sind anfangs etwas kratzig, was sich aber mit der Zeit ändert.

Ein kleiner Tipp: Wolle mit einem hohen Anteil an Lanolin (Wollfett) ist stabil und wasserabweisend! Sobald man sich für die richtige Kategorie entschieden hat, wählt man als nächstes die Nadelstärke der Stricknadel aus.

Für Spitze bzw. Spitzengarn verwendet man am Besten eine Stricknadel mit 1,5-2 mm, 2,5-3 mm für extra feines Garn (also wie bereits oben besprochen, die Babykleidung). Die Stärke 3,5-4 mm wird für feines Garn verwendet, die Stärken 4-4,5 mm und 4,5-5,5 mm für dünnes bzw. mittleres Garn. Für dickeres Garn wird empfohlen auf eine Stricknadelstärke von 5,5-8 mm zurückzugreifen und 8 mm (und höher) sind für extra dickes Garn, also Decken und Teppiche etc. am Besten geeignet.

Welche Größe deine Nadel hat, siehst du normalerweise an der Zahl, die eingraviert bzw. aufgedruckt ist. Ist diese nicht angegeben, kann man auch einfach mit einem Lineal nachmessen. Natürlich gibt es auch diese aus den verschiedensten Materialien oder auch Größen. Es gibt Stricknadeln aus Holz, Kunststoff, Metall oder sogar Bambus. Welches man verwendet hängt wiederum vom Material ab, also von der dicke und der Beschaffenheit des Garnes.

Zum Beispiel: Die Metallnadel

Geeignet für haarige Garne, wie etwa Wolle. Sie lassen sich auf Metallnadeln besser verarbeiten, da sie besser rutschen als auf anderen Materialien.

Ein Tipp: Stricknadeln aus Kunststoff eignen sich am Besten für Menschen mit Arthritis. Der Grund ist, dass diese Stricknadeln konstant ihre Temperatur halten und nicht wie andere, wie etwa Eisennadeln, bei Temperaturabfall eiskalt werden und umgekehrt.

Befolgt man dieses kleine ABC, braucht man nur mehr ein wenig Geschick und Übung und schon kann man die Familie mit schönen, selbstgemachten Geschenken überraschen.